Tauchsportgemeinschaft Illertissen - Dietenheim e.V.

TSG und der Nachtwächter von Ulm.

 
Da sich unsere Gemeinschaft nicht nur auf das Tauchen beziehen soll, hatten wir uns vom Vorstand gedacht im April einmal den 1. Nachtwächter von Ulm bei einem seiner fast alltäglichen nächtlichen Rundgänge zu begleiten

Da so ein Gang durch die Gassen der Ulmer Altstadt sehr kräftezehrend sein soll, hatten wir uns entschlossen vorher im Gerberhaus ein stärkendes Mahl einzunehmen und ließen uns dabei durch den Stadtmusikanten Heinrich mit seinem kleinen Programm frei nach „ Wein Weib und Gesang “ unterhalten. So ganz nebenbei krönten die Anwesenden an diesem Abend ihren König „Peter den Ersten“, machten Rolf zum Hofmarschall und ein Scharfrichter mit schwarzer Maske durfte an diesem Abend auch nicht fehlen. Dieser musste dann auch sofort seines Amtes walten und eines dieser „goschigen Weiber“ an den Pranger stellen.

Um die neunte Abendstunde herum begleiteten wir dann den Nachtwächter Karl- Heinrich (der Karle hat halt viele Gesichter) auf seinem Rundgang.

Wir bekamen an diesem Abend einen unterhaltenden Einblick über die Ulmer Altstadt des Mittelalters, überquerten die Brücken der kleinen und großen Blau, wandelten durch die enge „Liebesgasse“ und kamen auf unserem Weg an Ecken vorbei, an denen selbst ein in Ulm aufgewachsener noch niemals gewesen war. Wir erfuhren was das Wort „steinreich“ für eine Bedeutung hat, warum die „Vater unser Gasse“ so lang ist, wie sie ist, wodurch das „schiefe Haus“ so schief wurde und vieles mehr.

Zwischendurch griff Karl- Heinrich zu seiner Laute und sang uns ein lustiges Lied. Am alten „Ulmer Steuerhaus“ angekommen machte uns der Nachtwächter klar, wann man etwas auf dem „Kerbholz“ hatte und warum man niemanden ein „X“ für ein „U“ vormachen kann.

Zu jeder vollen Stunde blies unser Stadtführer in sein großes Horn und verkündete den Bewohnern der Stadt sein: „Hört ihr Leut´ und lasst euch sagen….“

Nach fast zwei Stunden endete unser Rundgang wieder am Gerberhaus und hier sagten  wir „ade“.  Mit seinem etwas wehmütigem Lied „ Schee scho schee „ bedankte sich unser Nachtwächter für die Begleitung, verabschiedete sich und tauchte wieder, seiner Arbeit nachgehend, in die Dunkelheit der Nacht ein.